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Hochwasserschäden: Unbürokratisch geht nicht
03.08.2013 17:47

Schnelle Hilfe versprach die Kanzlerin den Hochwassergeschädigten. Danach hat sich vielerorts nichts mehr getan. Der Ärger der Anwohner wächst...Von Björn Menzel (ZeitOnline)

Während das Wasser der Flüsse noch stieg, sicherte die Bundeskanzlerin den Hochwassergeschädigten umfassend Hilfe zu: Unbürokratisch sollte sie sein und schnell kommen, versprach Angela Merkel an der Donau in Passau, an der Elbe bei Lauenburg und Hitzacker und in Thüringen. Mancher, dessen Haus unter Wasser stand, ahnte schon Mitte Juni, was von den aus früheren Hochwasserkatastrophen bekannten Floskeln zu halten ist.

Einer davon ist Lars Risse aus Fischbeck in Sachsen-Anhalt. In einer dramatischen Nacht war der Elbe-Deich in der Nähe seines Heimatdorfes gebrochen, er harrte mit einigen Nachbarn im Ort aus, um sein Hab und Gut zu schützen. Doch vergeblich. Das Wasser wütete, durchbrach ungebremst alle Barrieren, überflutete sein Elternhaus und vernichtete seine Einliegerwohnung. Sein Schaden: mindestens 10.000 Euro. ...

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